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Autor
Magdalena Riedel

„Totales Diktat“ in Berlin: Richtig schreiben ist in

Ins Berliner Russische Haus der Wissenschaft und Kultur kamen zahlreiche Russischkundige, um ihre Sprachkenntnisse unter Beweis zu stellen.

Am Samstag, dem 18. April, fand der alljährliche, internationale Sprachtest „Totalnij diktant“ (zu Deutsch „Totales Diktat“) statt, in dessen Rahmen die Teilnehmer ein Diktat in russischer Sprache schreiben und so ihre Kenntnisse der Orthografie und Zeichensetzung überprüfen können. Weltweit beteiligten sich 416 Städte an der Aktion, in Berlin wurde das Diktat bereits zum vierten Mal im Russischen Haus der Wissenschaft und Kultur durchgeführt.

Ehrengast des Sprachtests in Berlin war die Präsidentin der Staatlichen Universität Sankt Petersburg Ljudmila Werbizkaja, die das Diktat vortrug. Zur Veranstaltung sagte sie: „Ich finde sie wunderbar, weil die Leute so herausfinden  können, wie gut sie die russische Sprache auch in der schriftlichen Form beherrschen. Daher ist das eine hervorragende Idee.“ Das Diktat ist sehr anspruchsvoll, fortgeschrittene Russischkenntnisse sind ein Muss.

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Die Teilnehmer des Diktats im Russischen Haus waren bunt durchmischt: Unter den Anwesenden befanden sich sowohl ältere als auch jüngere Leute, die ihre Grammatikkenntnisse unter Beweis stellen wollten. Die 15-jährige Milena war am Samstag das erste Mal dabei, wie sie berichtete: „Meine Eltern sind aus Russland, aber ich bin in Deutschland aufgewachsen. Ich besuche jeden Samstag den Russischunterricht im Russischen Haus und habe über meine Lehrerin von dem Diktat erfahren. Ich bin schon sehr gespannt.“

Eine andere Teilnehmerin war Jelena, die bereits seit fünf Jahren in Deutschland lebt und arbeitet. Sie wollte prüfen, wie versiert ihr Russisch nach der langen Zeit im Ausland noch ist. „Ich habe eigentlich Philologie studiert und hoffe daher, dass ich mein ganzes Wissen nicht schon vergessen habe“, sagte sie.

Etwa eine Stunde lang schrieben die Teilnehmer eifrig den diktierten Text mit, der aus der Feder des russischen Gegenwartsautors Jewgeni Wodolaskin stammte. Nach der Auswertung des Diktats werden verschiedene Preise vergeben, unter anderem für den „besten Erhalter der russischen Sprache“, den jüngsten Teilnehmern und die schönste Handschrift.

„Es war wirklich nicht einfach. Ich erwarte nicht so eine gute Note“, meinte der Schüler Alexej nach der Abgabe seines beschriebenen Blatts und lachte verlegen. Um zu erfahren, wie gut man abgeschnitten hat, muss man sich jedoch noch etwas gedulden. Die Ergebnisse und Preise werden erst am 5. Juni bekannt gegeben.

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